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Gesetz zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung

Vom 15.7.2009, verkündet in BGBl I Jahrgang 2009 Nr. 41 vom 20.7.2009.

Hier ist das Gesetz zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung im WWW zu finden:

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Bundesanzeiger Verlag PDF, nicht druckbar fortlaufender Text
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Anlass und Inhalt des Gesetzes lt. Entwurfsbegründung (BT-Drs Nr. 16/11515)

A. Ziel

Nach Abschluss der Arzneimittelstudie "Das bundesdeutsche Modellprojekt zur heroingestützten Behandlung Opiatabhängiger ­ eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Therapiestudie" sowie weiterer Spezialstudien zur diamorphingestützten Substitutionsbehandlung muss eine Entscheidung getroffen werden, ob die Diamorphinbehandlung in Deutschland als zusätzliche Option zur Behandlung schwerstkranker Opiatabhängiger eingeführt und in das Regelsystem der gesundheitlichen Versorgung integriert werden soll. Die vorliegenden Studienergebnisse sprechen dafür, eine Behandlung mit Diamorphin für eine klar begrenzte Zielgruppe Opiatabhängiger zu ermöglichen, die zuvor ernsthafte Behandlungsversuche mit herkömmlichen Substitutionsmitteln unternommen haben, und hierbei strikte Regularien für Indikationsstellung und Durchführung der Behandlung vorzusehen. Damit können schwerstkranke Opiatabhängige, die bislang nicht erfolgreich behandelt werden konnten, künftig verstärkt therapeutisch erreicht werden. Zugleich werden die negativen Folgen der Drogenabhängigkeit für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abgemildert.

B. Lösung

Um eine Behandlung mit Diamorphin zu ermöglichen, ist Diamorphin als verschreibungsfähiges Betäubungsmittel einzustufen. Darüber hinaus sind die Modalitäten gesetzlich zu regeln, unter denen Diamorphin zur Substitutionsbehandlung verwendet werden kann. Hierzu sollen Anpassungen des Betäubungsmittelgesetzes, der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung sowie des Arzneimittelgesetzes erfolgen.

Über die Frage einer Finanzierung der neuen Behandlungsform durch die gesetzliche Krankenversicherung wird der Gemeinsame Bundesausschuss nach § 91 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) entscheiden.

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Bundestagsdrucksachen zur Beratung des Gesetzes

Links führen zur DIP-Datenbank des Deutschen Bundestages.

NummerDatumInhalt
16/11515 19.12.2008 Gesetzentwurf der Abgeordneten Dr. Carola Reimann, Detlef Parr, Frank Spieth, Dr. Harald Terpe, Elke Ferner, Johannes Jung (Karlsruhe), Dr. Peter Struck, Dr. Margrit Spielmann, Sabine Bätzing, Marion Caspers-Merk, Dr. Karl Addicks, Dr. Lale Akgün, Gregor Amann, Gerd Andres, Niels Annen, Ingrid Arndt-Brauer, Rainer Arnold, Daniel Bahr (Münster), Ernst Bahr (Neuruppin), Doris Barnett, Dr. Hans-Peter Bartels, Klaus Barthel, Sören Bartol, Marieluise Beck (Bremen), Volker Beck (Köln), Dirk Becker, Uwe Beckmeyer, Cornelia Behm, Birgitt Bender, Klaus Uwe Benneter, Dr. Axel Berg, Ute Berg, Petra Bierwirth, Karin Binder, Lothar Binding (Heidelberg), Dr. Lothar Bisky, Volker Blumentritt, Clemens Bollen, Gerd Bollmann, Alexander Bonde, Dr. Gerhard Botz, Klaus Brandner, Willi Brase, Bernhard Brinkmann (Hildesheim), Angelika Brunkhorst, Marco Bülow, Dr. Michael Bürsch, Dr. Martina Bunge, Ernst Burgbacher, Christian Carstensen, Dr. Peter Danckert, Karl Diller, Patrick Döring, Martin Dörmann, Dr. Carl-Christian Dressel, Elvira Drobinski-Weiß, Dr. Thea Dückert, Garrelt Duin, Detlef Dzembritzki, Sebastian Edathy, Siegmund Ehrmann, Dr. Uschi Eid, Dr. Dagmar Enkelmann, Klaus Ernst, Petra Ernstberger, Karin Evers-Meyer, Annette Faße, Hans-Josef Fell, Gabriele Fograscher, Dagmar Freitag, Otto Fricke, Peter Friedrich, Sigmar Gabriel, Kai Gehring, Martin Gerster, Iris Gleicke, Katrin Göring-Eckardt, Hans-Michael Goldmann, Renate Gradistanac, Angelika Graf (Rosenheim), Dieter Grasedieck, Monika Griefahn, Kerstin Griese, Gabriele Groneberg, Wolfgang Grotthaus, Wolfgang Gunkel, Hans-Joachim Hacker, Heike Hänsel, Bettina Hagedorn, Klaus Hagemann, Dr. Christel Happach-Kasan, Alfred Hartenbach, Michael Hartmann (Wackernheim), Hubertus Heil, Dr. Reinhold Hemker, Dr. Barbara Hendricks, Bettina Herlitzius, Gustav Herzog, Peter Hettlich, Gabriele Hiller-Ohm, Stephan Hilsberg, Priska Hinz (Herborn), Ulrike Höfken, Bärbel Höhn, Dr. Barbara Höll, Iris Hoffmann (Wismar), Frank Hofmann (Volkach), Birgit Homburger,Thilo Hoppe, Eike Hovermann, Dr. Werner Hoyer, Klaas Hübner, Christel Humme, Ulla Jelpke, Josip Juratovic, Johannes Kahrs, Ulrich Kasparick, Dr. h. c. Susanne Kastner, Michael Kauch, Ulrich Kelber, Katja Kipping, Christian Kleiminger, Hans-Ulrich Klose, Monika Knoche, Ute Koczy, Fritz Rudolf Körper, Dr. Bärbel Kofler, Walter Kolbow, Gudrun Kopp, Sylvia Kotting-Uhl, Rolf Kramer, Anette Kramme, Nicolette Kressl, Angelika Krüger-Leißner, Jürgen Kucharczyk, Helga Kühn-Mengel, Dr. Uwe Küster, Ute Kumpf, Katrin Kunert, Markus Kurth, Heinz Lanfermann, Christian Lange (Backnang), Dr. Karl Lauterbach, Monika Lazar, Sabine Leutheusser- Schnarrenberger, Gabriele Lösekrug-Möller, Helga Lopez, Dr. Erwin Lotter, Lothar Mark, Caren Marks, Katja Mast, Hilde Mattheis, Patrick Meinhardt, Dorothee Menzner, Petra Merkel (Berlin), Ulrike Merten, Dr. Matthias Miersch, Jerzy Montag, Marko Mühlstein, Detlef Müller (Chemnitz), Kerstin Müller (Köln), Dr. Rolf Mützenich, Gesine Multhaupt, Winfried Nachtwei, Andrea Nahles, Wolfgang
16/13021 12.05.2009 Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit

Durch das Gesetz geänderte Rechtsnormen (soweit auf rechtliches.de verzeichnet):


Bundesrecht nach Rechtsgebieten - Verkündete Gesetze